Fassadenfarbe mit Untergrundberatung
Die richtige Fassadenfarbe beginnt beim Untergrund
Fassadenfarbe kauft man nicht nach der Dose, sondern nach der Wand, die sie tragen soll. Ob ein Anstrich hält oder nach wenigen Jahren aufgibt, entscheidet sich am Untergrund, lange bevor die Farbe geöffnet wird. Deshalb steht bei uns in Nürnberg die Untergrundberatung am Anfang, nicht die Farbauswahl. Wir schauen uns an, womit wir es zu tun haben, und leiten daraus ab, welche Farbe wirklich passt. So kaufen Sie nicht auf gut Glück, sondern bekommen einen Anstrich, der zu Ihrer Wand gehört und lange schützt.

Warum der Untergrund über die Farbe entscheidet
Jede Wand bringt ihre eigenen Eigenschaften mit, und die verlangen nach unterschiedlichen Farben. Ein stark saugender Kalkputz nimmt Farbe ganz anders auf als eine dichte Kunstharzbeschichtung, und eine gedämmte Fassade stellt wieder eigene Bedingungen. Wählt man die Farbe ohne Blick auf den Untergrund, passt sie im besten Fall zufällig, im schlechteren Fall gar nicht. Dann haftet sie schlecht, blättert ab oder schließt Feuchtigkeit ein. Erst wenn klar ist, was die Wand ausmacht, lässt sich die Farbe treffsicher bestimmen, statt zu raten.
Was wir bei der Untergrundberatung prüfen
Bei der Beratung gehen wir die Wand systematisch durch. Wir prüfen, wie stark der Untergrund saugt, indem wir sehen, wie schnell Wasser einzieht. Wir testen die Tragfähigkeit, klopfen hohle Stellen ab und schauen, ob der alte Anstrich kreidet oder abfärbt. Risse, feuchte Bereiche und Ausblühungen gehören ebenso auf die Liste wie die Art der vorhandenen Beschichtung. Aus diesen einfachen, aber aussagekräftigen Prüfungen ergibt sich ein klares Bild. Genau dieses Bild ist die Grundlage, auf der wir die passende Farbe empfehlen.
Mineralische Putze und alte Kalkwände
Auf mineralischen Untergründen und alten, kalkgebundenen Putzen spielt eine Silikatfarbe ihre Stärke aus. Sie verbindet sich chemisch mit dem Untergrund, ist besonders diffusionsoffen und passt optisch zu historischen Fassaden, wie sie in vielen fränkischen Altbauten vorkommen. Wichtig ist, dass der Untergrund wirklich mineralisch und tragfähig ist, sonst kann die Farbe ihre Vorteile nicht ausspielen. Genau das klären wir vorher. Passt die Silikatfarbe zum Untergrund, bekommen Sie einen sehr langlebigen, atmungsaktiven Anstrich, der die Wand nicht abschottet, sondern arbeiten lässt.
Bestehende Anstriche und pastöse Putze
Steht auf der Wand bereits eine kunststoffgebundene Beschichtung oder ein pastöser Putz, ist meist eine Siliconharzfarbe die richtige Wahl. Sie haftet gut auf solchen Untergründen, weist Schlagregen ab und lässt die Wand dennoch atmen. Auf robusten, gut erhaltenen Altanstrichen kann auch eine hochwertige Dispersionsfarbe passen. Entscheidend ist, dass die neue Farbe mit der vorhandenen verträglich ist, denn sonst löst sich am Ende beides. Wir stellen fest, welche Beschichtung schon da ist, und wählen die Farbe, die darauf sicher anbindet und lange hält.
Besonderheiten bei gedämmten Fassaden
Eine gedämmte Fassade ist ein Sonderfall, den man nicht wie eine massive Wand behandeln darf. Die äußere Putzschicht ist dünn und kühl, sie vergrünt leichter und reagiert empfindlicher auf falsche Farben. Hier kommt es besonders auf ein abgestimmtes System und oft auf einen zusätzlichen Schutz gegen Algen an. Auch dunkle Töne sind heikel, weil sich die Fläche stark aufheizt. Wir berücksichtigen bei der Beratung, ob Ihre Fassade gedämmt ist, und wählen eine Farbe, die zum Dämmsystem passt und die empfindliche Oberfläche schont.
Vom geprüften Untergrund zur passenden Empfehlung
Steht fest, mit welchem Untergrund wir es zu tun haben, ergibt sich der Rest fast von selbst. Wir empfehlen die passende Grundierung, die Saugfähigkeit und Haftung ausgleicht, und darauf die Farbe, die zu Ihrer Wand gehört. So entsteht ein Aufbau, in dem Untergrund, Grundierung und Anstrich zusammenspielen, statt sich zu behindern. Sie bekommen nicht irgendeine Fassadenfarbe, sondern genau die, die auf Ihrer Wand hält. Das ist der Unterschied, den eine gute Untergrundberatung ausmacht, und er zeigt sich erst nach Jahren, wenn der Anstrich noch steht.
Kontakt
HBS Handel. Bau. Service
Löffelholzstraße 35
90441 Nürnberg
Telefon: 0911 54 02 60 79
E Mail: info@hbs-fachhandel.com
FAQ
Wie können wir den Untergrund selbst grob einschätzen?
Ein paar einfache Handgriffe geben schon Hinweise. Wischen Sie mit der Hand über die Wand, bleibt Farbe an der Hand, kreidet der Anstrich. Spritzen Sie etwas Wasser auf, zieht es schnell ein, saugt der Untergrund stark, perlt es ab, ist die Fläche eher dicht. Kratzen Sie vorsichtig, rieselt Sand herunter, ist der Putz mürbe. Diese Tests ersetzen keine genaue Beratung, geben Ihnen aber ein erstes Gefühl. Wenn Sie uns Ihre Beobachtungen schildern, können wir vieles schon vorab einordnen.
Ist eine Silikatfarbe immer die bessere Wahl?
Nein, so pauschal stimmt das nicht. Silikatfarben sind hervorragend auf mineralischen, tragfähigen Untergründen und bei historischen Fassaden, aber sie brauchen genau diese Voraussetzungen. Auf einer kunststoffgebundenen Altbeschichtung oder einem pastösen Putz können sie ihre Vorteile nicht ausspielen und haften unter Umständen schlecht. Dort ist eine Siliconharzfarbe oft die klügere Wahl. Welche Farbe die bessere ist, hängt also vom Untergrund ab, nicht von einem allgemeinen Ranking. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf die Wand, bevor man sich festlegt.
Woher wissen wir, ob unser alter Anstrich mineralisch oder kunststoffgebunden ist?
Das lässt sich oft mit einfachen Mitteln herausfinden. Eine kunststoffgebundene Farbe bildet meist einen geschlossenen, leicht elastischen Film, der beim Anschneiden zäh wirkt, während ein mineralischer Anstrich eher spröde ist und pudrig abreiben kann. Auch das Verhalten bei Wasser gibt Hinweise. Ganz sicher ist man aber erst mit einer genaueren Prüfung. Wenn Sie unsicher sind, bringen Sie uns ein Foto oder eine kleine Probe mit, dann ordnen wir die Beschichtung ein. Danach wissen wir, welche neue Farbe sich damit verträgt.
Was passiert, wenn wir die falsche Farbe auf den Untergrund streichen?
Im besten Fall hält der Anstrich nur kürzer als erhofft, im schlechteren Fall zeigt er schon nach der ersten feuchten Jahreszeit Probleme. Typisch sind schlechte Haftung, Abblättern, Blasen oder ein Anstrich, der Feuchtigkeit einschließt und die Wand nicht mehr abtrocknen lässt. Dann steht bald die nächste Sanierung an, und die vorhandene Farbe muss wieder herunter. Das kostet doppelt. Genau diesen Fehler vermeidet die Untergrundberatung, indem sie von Anfang an Farbe und Wand zusammenbringt. So sparen Sie sich Ärger und unnötige Kosten.
Können wir eine Untergrundprobe zur Beratung mitbringen?
Das ist sogar sehr hilfreich. Ein kleines Stück abgeplatzter Putz oder ein Span des alten Anstrichs sagt uns oft mehr als eine Beschreibung. Daran erkennen wir die Art der Beschichtung, die Beschaffenheit des Putzes und manchmal auch, warum es Probleme gibt. Ergänzend sind Fotos der ganzen Fassade und der Schadstellen nützlich, weil sie den Zusammenhang zeigen. Mit Probe und Bildern können wir die Beratung deutlich genauer machen und Ihnen eine Empfehlung geben, die wirklich zu Ihrer Wand passt.
